Streichtrio 3Cordes: Spiel / Auf / Bruch

So
20
Jun2021

Kategorie:  Konzerte Sonntagskonzerte

Beginn: 17:00 Uhr

Veranstaltungsort: Hybrid: Haus Oberschlesien und Online

Oktogon im Haus Oberschlesien und LivePay-Plattform

im Oktogon: 20,- € , kostenfrei für Schüler und Studenten /
Live-Streaming: 12,- €

Organisation: Prof. Dr. Matthias Brzoska

Veranstaltungsnummer 1-21-11


Erläuterungen Streaming hier


Veronika Aluffi, Violine
Friederike Imhorst, Viola
Franziska Lüdicke, Violoncello


WICHITG
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Das Streichtrio 3Cordes gründete sich im Jahr 2013. Die drei damaligen Mitglieder lernten sich in der Orchesterakademie der Essener Philharmoniker kennen. Alle drei faszinierte die Welt der Oper mit ihren vielschichtigen Verflechtungen von Orchester, Stimmen und Bühne, die Interaktion der Akteure, aus deren unmittelbarem Zusammenspiel an jedem Aufführungsabend immer wieder andere Facetten hervorleuchten.

Das Spiel im Streichtrio beinhaltet in gewisser Weise all das und ist zugleich ein ganz anderes Feld. Jeder Spieler wechselt ständig zwischen der Rolle des Solisten und eines Begleiters und ist manchmal sogar beides zugleich. Dadurch entsteht eine Verflechtung ganz eigener Art und eine Empfindlichkeit, welche sich auch durch die „kleinere“ Besetzung im Vergleich zu einem Streichquartett erklären lässt.

 www.3cordes.de

 

SPIEL | AUF | BRUCH

Der Programmtitel Spiel | Auf | Bruch spielt mit den Worten 'Spiel auf!' und 'Aufbruch'. Es werden drei Werke nebeneinandergestellt, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Boccherini als Meister der Streicherkammer-musik und insbesondere des Streichtrios in der Frühklassik zeichnet feine und elegante Linien voller Leichtigkeit und Spielfreude, während Beethoven kühn und kontrastreich in neue musikalische Sphären aufbricht. Beethoven's Streichtrio op. 9 Nr. 3 gilt nicht umsonst als ein Werk, das neue Maßstäbe in dieser Gattung setzte und die Grenzen des Bisher Dagewesenen sprengt. 

Das Trio op. 48 von Mieczyslaw Weinberg hingegen entstand 1950. Es spiegelt eine ganz andere Welt wider, die geprägt ist vom Leben im stalinistischen Russland. Auch hier findet sich Leichtigkeit und Spielfreude, die allerdings immer wieder von Sarkasmus durchzogen ist und einer untergündigen Spannung, welche den inneren Widerstand des Komponisten wie auch die Sehnsucht nach Freiheit deutlich spürbar werden lässt. 

Der Programmtitel Spiel | Auf | Bruch spielt mit den Worten 'Spiel auf!' und 'Aufbruch'. Es werden drei Werke nebeneinandergestellt, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Boccherini als Meister der Streicherkammer-musik und insbesondere des Streichtrios in der Frühklassik zeichnet feine und elegante Linien voller Leichtigkeit und Spielfreude, während Beethoven kühn und kontrastreich in neue musikalische Sphären aufbricht. Beethoven's Streichtrio op. 9 Nr. 3 gilt nicht umsonst als ein Werk, das neue Maßstäbe in dieser Gattung setzte und die Grenzen des Bisher Dagewesenen sprengt. 

Das Trio op. 48 von Mieczyslaw Weinberg hingegen entstand 1950. Es spiegelt eine ganz andere Welt wider, die geprägt ist vom Leben im stalinistischen Russland. Auch hier findet sich Leichtigkeit und Spielfreude, die allerdings immer wieder von Sarkasmus durchzogen ist und einer untergündigen Spannung, welche den inneren Widerstand des Komponisten wie auch die Sehnsucht nach Freiheit deutlich spürbar werden lässt. 

Veronika Aluffi (Violine) war langjährig Jungstudentin der Universität Mozarteum Salzburg. Nach dem Abitur führte sie ihr Weg von Österreich an die Musikhochschule Würzburg. 2003 setzte sie dort ihr Studium bei Max Speermann, einem Schüler des bekannten Violinpädagogen Max Rostal fort. Sie war in verschiedenen Ensembles u. A. beim Klavierfestival Ruhr, dem Musikalischen Sommer in Ostfriesland und dem toskanischen Kammermusikfestival Opera Barga mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker zu hören. Seit 2013 ist sie Mitglied des preisgekrönten Essener Kammerorchesters Ensemble Ruhr.

Friederike Imhorst (Viola) schloss im Jahr 2007 an der Hochschule für Musik Saar ihr Studium der Violinpädagogik ab und beendete 2010 erfolgreich ihre künstlerische Ausbildung im Fach Viola bei Prof. Jone Kaliunaite-Fassbender. Ein Engagement an der Deutschen Oper am Rhein und den Duisburger Philharmonikern (von 2008 bis 2011) führte sie ins Ruhrgebiet. Nach einem Kammermusik-Aufbaustudium bei Prof. Jürgen Kussmaul in Düsseldorf folgte ein Masterstudium am Orchesterzentrum NRW. Neben ihrer Arbeit im Ensemble Unterwegs ist die erfahrene Bratschistin immer wieder in verschiedenen Ensembles und Orchestern zu hören, beispielsweise im Ensemble Ruhr, Folkwang Kammerorchester, Duisburger Philharmoniker, Dortmunder Philharmoniker und Neue Philharmonie Westfalen.

Franziska Lüdicke (Violoncello) studierte bei Christoph Richter (Folkwang Universität der Künste) und Stephan Forck (HfM Hanns Eisler Berlin). Sie ist Bundespreisträgerin des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ und war vier Jahre festes Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie. 

Konzertreisen führten durch Europa, in die Schweiz, nach Japan und Israel und in die USA. Sie war Gast bei diversen Festivals, z. B. beim Ohrid Summer Festival Mazedonien, dem Festival Intersonanzen für Neue Musik Potsdam und der Ruhrtriennale Duisburg.

Franziska realisiert Projekte mit verschiedenen Ensembles des Ruhrgebietes, wie z. B. mit dem Ensemble Ruhr, dem Klangturmensemble Malakov Bottrop oder dem Ensemble Orkestra, das in seiner Arbeit orientalische und westeuropäische Musiktraditionen miteinander verbindet.

 

Programm

Luigi Boccherini (1743-1805)
Trio in B-Dur op.47/3
- Andante Allegretto
- Tempo di Minuetto

Miczyslaw Weinberg (1919-1996)
Trio für Violine, Viola und Violoncello op.48 (1950)
- Allegro con moto
- Andante
- Moderato assai

Ludwig van Beethoven (1770-1830)
Streichtrio c-moll op. 9 Nr. 3
- Allegro con spirito
- Adagio con espressione
- Scherzo
- Finale Presto

Das Konzert findet unter Coronabedingungen sowohl im Oktogon Haus Oberschlesien als auch im Lifestream statt Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Brzoska – brzoska@brzoska.de.

Bei Fragen können Sie uns gerne kontaktieren. Senden Sie eine entsprechende eMail an uns.

Bildquelle: © Künstlerfoto


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