Symphoniekonzert Das Junge Orchester NRW

So
13
Mrz2022

Kategorie:  Konzerte Sonntagskonzerte

Beginn: 17:00 Uhr

Veranstaltungsort: Stadthalle Ratingen

Schützenstraße 1, 40878 Ratingen

20,- EUR (Schüler*innen & Studierende frei)

Organisation: Prof. Dr. Matthias Brzoska und Wolfram Brecht

Veranstaltungsnummer 1-22-06

 

Geplant war es als Neujahrskonzert im Januar oder Anfang Februar. Die Terminlagen des Orchesters und der für diesen Zweck einzig in Ratingen in Frage kommenden Spielstätte ließen erst am 13. März eine Aufführung zu. Der Kulturkreis Hösel hat das Junge Orchester NRW eingeladen, in der Stadthalle Mahlers 7. Symphonie aufzuführen; ein repräsentatives Werk, das wohl seit langem nicht in Ratingen aufgeführt worden ist.

Der Kulturkreis Hösel wird ansonsten wie übliche Karten für 20.- Euro/Teilnehmer*in (Schüler*innen und Studierende frei) anbieten. Ein Kartenkontingent wird in Zusammenarbeit mit Neanderticket angeboten, die der Kulturkreis gerade mit anderen Konzerten erprobt. Ein kleines Buffet wird dieses außergewöhnliche kulturelle Event abschließen.

 

Das Junge Orchester NRW

besteht bereits seit über 30 Jahren als unabhängiges Ensemble. Rund 100 Schüler*innen, Studierende und junge Berufstätige kommen mehrmals jährlich unter der Leitung des Orchestergründers und Universitätsmusikdirektors Ingo Ernst Reihl zusammen, um gemeinsam auf hohem Niveau zu musizieren.

Gleichberechtigtes Miteinander von Laien- und Profimusiker*innen mit hohem künstlerischem Anspruch ist eines der Markenzeichen des Jungen Orchesters NRW. Zudem untersteht das Orchester keiner Institution. Es fühlt sich als freies Orchester dem Rhein-Ruhr-Gebiet verbunden und ist keiner einzelnen Stadt zugeordnet. Auf diese Weise bewahrt sich Das Junge Orchester NRW umfassende künstlerische Freiheit, die durch das vielfältige ehrenamtliche Engagement der Mitglieder erst möglich wird.

Zum Aushängeschild des Orchesters ist vor allem das große symphonische Repertoire des 19. und 20. Jahrhunderts geworden, so dass Werke von Meistern wie Gustav Mahler, Johannes Brahms, Pjotr Tschaikowski, Dmitri Schostakowitsch und vielen anderen oft in spannender Zusammensetzung neben selten gehörten Kompositionen erklingen. So stand zum 30-jährigen Jubiläum des Orchesters im Jahr 2015 neben der 9. Symphonie von Beethoven Das trunkene Lied von Oskar Fried auf dem Programm – eine ein Jahrhundert lang vergessene Kantate nach dem Text von Friedrich Nietzsche. Zuletzt erklang Anfang 2018 unter Beteiligung von 140 Musiker*innen, drei Kinderchören und einem eigenen Projekt-Frauenchor Gustav Mahlers 3. Symphonie unter dem Titel Mahler 3.3 zum 33-jährigen Bestehen des Jungen Orchesters NRW.

 

Gustav Mahlers 7. Symphonie

„Mein bestes Werk“ - so soll Gustav Mahler seine siebte Symphonie bezeichnet haben. Gleichwohl ist die Symphonie Nr. 7 jedoch die am wenigsten einzeln aufgeführte seiner Symphonien. Möglicherweise liegt dies am unbeständigen Wesen des Werkes: die Musik schwankt zwischen Dur und Moll, zwischen hell und dunkel, zwischen Tag und Nacht.

Die für eine Symphonie ungewöhnliche Anzahl von fünf Sätzen ermöglicht Mahler einen runden Aufbau: An die Stellen zwei und vier setzt er Nachtmusiken, die ein Scherzo umrahmen. Zu der ersten Nachtmusik, einer Art romantischem Marsch, soll Rembrandts ›Nachtwache‹ Anstöße gegeben haben. Der Begriff ›Nachtmusik‹ stammt, anders als der Titel der Symphonie, von Mahler selbst. Der Komponist verfasste zunächst die beiden ›Nachtmusiken‹ und erweiterte später mit den anderen Sätzen sein Werk zur   Symphonie. Das zwischen den beiden ›Nachtmusiken‹ liegende ›Scherzo‹ ist mit ›Schattenhaft‹ überschrieben und unterstützt Deutungsversuche, in denen als zentrales Thema die ›Nacht‹ in dieser Symphonie im Mittelpunkt steht. Wie bereits in vorherigen Werken macht sich Mahler auch in der Siebten Naturklänge zu eigen, mischt diese jedoch mit Märschen und volkstümlichen Elementen, was das Unbeständige, vielleicht teilweise Verwirrende dieser Symphonie ausmacht. Die 7. Symphonie stellt also bezüglich einiger gestalterischer Elemente eine Neuheit und Besonderheit in Mahlers Musik dar. Dies zeigt sich auch im Finalsatz, in welchem aus der Dunkelheit, aus der Düsterheit des ersten Satzes über die ›Nachtmusiken‹ in den helllichten Tag geführt wird. Von der traumhaften Welt in eine Wirklichkeit, in der ausgelassen gefeiert und getanzt wird und das Glück nahezu übertrieben am Ziel der (musikalischen) Reise steht. Dieser Duktus passt symbolisch zum Pandemiegeschehen und seinem Verlauf.

 

Ingo Ernst Reihl

studierte von 1985 bis 1988 Komposition bei Prof. Wolfgang Hufschmidt an der Folkwang Universität der Künste in Essen. In dieser Zeit gründete er Das Junge Orchester NRW, das er noch heute musikalisch leitet. Seine Dirigierlehrer waren Orlando Zucca, Prof. Hans Jaskulsky und Libor Pešek. Besondere Prägung als Dirigent erfuhr er in Prag bei seinem Lehrer Václav Neumann, dem langjährigen Chefdirigenten der Tschechischen Philharmonie und Präsidenten der Tschechischen Gustav-Mahler-Gesellschaft.

Ingo Ernst Reihl erhielt 1987 den Förderpreis Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim an der Ruhr. 1989 gründete er das Orchester und 1991 den Chor der Universität Witten/Herdecke. 1992 dirigierte er erstmals das Staatliche Kammerorchester der Republik Belarus, 1993 bis 1999 und 2001 bis 2004 war er Chefdirigent und künstlerischer Direktor dieses Ensembles. Im Jahr 1993 erhielt er ein Stipendium der Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung Herdecke, wurde zum Universitätsmusikdirektor der Universität Witten/Herdecke ernannt und leitet seitdem den Bereich „Künstlerische Praxis“ an der Fakultät für Kulturreflexion – Studium fundamentale. Reihl wurde 1994 Stipendiat der Herbert von Karajan Stiftung und 1997 Stipendiat der Leonhard-Stinnes-Stiftung. 1999 ernannte ihn das Staatliche Kammerorchester der Republik Belarus zu seinem Ehrendirigenten. Seit Oktober 2001 ist Ingo Ernst Reihl Honorarprofessor für Dirigieren an der Staatlichen Musikakademie Belarus. Zudem leitet er seit 2013 das Universitätsorchester der Technischen Universität Dortmund und unterrichtet dort Dirigieren/Ensembleleitung.

Reihl gehört seit 2014 zum Dirigententeam der Penderecki-Akademie, dem Festivalorchester von musik:landschaft westfalen. Im selben Jahr wurde er Honorarprofessor an der Universität Witten/Herdecke. Er gibt regelmäßig Dirigier-Meisterkurse an der Norwegischen Musikhochschule in Oslo.

Gefördert von der Kultur- und Altenpflegestiftung der Sparkasse Ratingen

 

 

Tickets über "Anmeldung" (s.u.) oder über NeanderTicket.de 

 

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