TARS Ensemble alter Musik

So
16
Jan2022

Kategorie:  Konzerte Preisträgerkonzert Sonntagskonzerte Veranstaltungen

Beginn: 17:00 Uhr

Veranstaltungsort: Oktogon

Bahnhofstr. 71, 40883 Ratingen-Hösel

20,- EUR (Jugendliche frei)

Organisation: Matthias Brzoska

Veranstaltungsnummer 1-22-10

Das Ensemble TARS hat sich der barocken Kammermusik verschrieben. Es rückt mit einem ganzen Kleinbus voller Instrumente an und ihr Konzert ist deswegen auch optisch gesehen: ein Spektakel !
 
Claudius Kamp spielt neben der Altflöte, die z. B bei Musik von Händel oder Telemann zum Einsatz kommt, noch andere Blockflöten. Da wäre die Renaissance-Flöte, die in Tenor- und Altlage daherkommt. Sie hat deutlich größere Grifflöcher und eine weitere Bohrung als die Barockflöte. Das verleiht ihr einen raueren, lauteren Klang, der sich mit den Instrumenten der Epoche sehr gut mischt.
Der Dulzian ist der Vorläufer des Barockfagotts. Der Dulzian löste Rohrblattinstrumente wie den Pommer oder das Krummhorn ab. Diese Instrumente haben ihr Rohrblatt in einer Windkapsel, in die die Spielerin bläst. Hierdurch schwingt das Rohr ganz frei und das Instrument ist hell und laut. Der Dulzian war eine Neuerung, denn man kann hier das Rohr im Mund unterschiedlich stark schwingen lassen und somit zarter spielen.
 
Die Gambe ähnelt auf den ersten Blick dem Cello. Doch es handelt sich um ein völlig anderes Instrument, das auch viel älter ist. Zur Gambenfamilie gehören Instrumente aller Tonlagen. Diskant (= Sopran), Alt, Tenor, Baß, Kontrabaß (Violone genannt) und der ganz kleine Pardessus, eine Art Sopranino-Gambe der bis in die hohe Geigenlage hinaufklettert.
Die Gambe hat im Vergleich zum Cello einen silbrigen, obertonreichen Klang. Die dünnwandige Bauweise kitzelt viele Resonanzen aus dem Instrument heraus. Es ist auf der Gambe leicht möglich, Akkorde zu spielen, was durch die Stimmung und die Zahl an Saiten (bis zu 7) begünstigt wird. Die Gambe hat Bünde wie eine Gitarre, die jedoch verschoben werden können, um die Stimmung zu ändern. Die Bünde, die Quart-Terz-Stimmung (kennt man heute von der Gitarre), die Saitenzahl und die akkordische Spielweise verweisen auf die Verwandtschaft zur Laute.
 
Das Cembalo ist nicht das älteste Tasteninstrument und jünger als Orgel und Clavichord, aber es ist in Barock und Frühklassik zum wichtigsten neben der Orgel geworden. Die Tonerzeugung entsteht mittels Federkielen (heute oft Kunststoff), daher auch der englische Name harpsichord. Das Cembalo hat, wie ein Orgel, verschiedene Register (kleine Instrumente haben nur eins, große vier, fünf oder noch mehr) auf (selten) bis zu drei Manualen.
Verwandte des Cembalos sind das Spinett und das Virginal. Alle diese Instrumente haben gemein, daß sie gezupfte Saiten haben und keine Dynamik durch den Anschlag möglich ist. Der rauschende, metallische Klang des Cembalos ist im Barock Grundlage fast jeder Musik. Durch das Zupfen hat es eine perkussive Qualität, die es zum Dirigierinstrument bis in die Frühromantik machten.
Das 16’-Cembalo ist die größte Form der Cembali. Zu Registern in 8- und 4-Fuß-Lage gesellt sich ein Kontrabaßregister, welches für Gravität und orchestralen Klang sorgt. Diese Instrument waren bis zu drei Meter lang.
In Renaissance und Barock war die Kombination aus Cembalo und Orgel, Claviorganum, sehr beliebt. Hier verbinden sich der bindende Klang der Orgel mit dem perkussiven, silbrigen des Cembalos. Als Begleitinstrument bietet es damit einerseits ein gut hörbares harmonisches Gerüst und dabei die Dirigierfähigkeit des Cembalos.
 
Claudius Kamp (Studium Weimar, Bremen, Berlin) kommt aus Hagen und ist Blockflötist, Fagottist und Dulzianspieler. Er arbeitete mit Ensembles und Persönlichkeiten wie der Akademie für Alte Musik Berlin und Maurice Steger und lehrt Blockflöte in Berlin.
Charlotte Schwenke (Studium Würzburg, Basel), arbeitet als Gambistin, Chorleiterin und Musikwissenschaftlerin. Sie forscht u. a. zum akkordischen Continuospiel auf der Gambe und spielte mit Persönlichkeiten und Ensembles wie Friederike Heumann und dem Klangforum Heidelberg.
Johannes Rake (Studium Bremen, Frankfurt/ M., Basel, Köln) spielte unter Reinhard Goebel und anderen Barockspezialisten. Er unterrichtet Cembalo und Generalbaß an der HfMDK Frankfurt/ M. und beschäftigt sich intensiv mit dessen adäquater Ausführung.
 
Tickets über "Anmeldung" (s.u.) oder über NeanderTicket.de 
 
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